In dieser Rubrik finden Sie aktuelle Informationen zu unserer Firma, zu Arbeiten, zu Fragen rund um die Baumpflege, zu Kursen und Veranstaltungen aber auch zu Krankheiten und Schädlingen oder Problemen, die Bäume betreffen, zu Berichten und Reportagen.

Fragliche Fällungen von Pappeln im Naherholungsgebiet

Vor 60 bis 70 Jahren wurden im thurgauischen Tägermoos am linken Seerheinufer 116 Hybridpappeln gepflanzt. Seit anfangs Februar ist diese Idylle nun zerstört: 41 Pappeln der wunderschönen Allee sind bereits gefällt worden. Auftraggeberin ist die Stadtverwaltung Konstanz. Sie begründet die umstrittene Fällaktion mit Sicherheitsbedenken, bzw. mit dem Alter der Bäume und dem damit verbundenen, angeblich hohen finanziellen Pflegeaufwand. Ein Dorn im Auge ist offenbar auch, dass die Hybridpappel hier nicht heimisch ist.

Dank viel Engagement konnte eine starke Bürgerbewegung einen vorläufigen Fällstopp erwirken. Zu diesem Zeitpunkt hat uns die Fondation Franz Weber (FFW) beauftragt ein neutrales Gutachten zu erstellen. Vor Ort mussten wir feststellen, dass die Pappeln sehr vital sind, einen guten Allgemeinzustand aufweisen und die Standsicherheit gewährleistet ist. Dies galt auch für die bereits gefällten Bäume. Die Bruchsicherheit - und damit die Sicherheit für alle, die dieses Naturparadies geniessen möchten - liesse sich mit überschaubaren Pflegemassnahmen gut herstellen.

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Blinder Passagier aus Asien

Zum dritten Mal in der Schweiz wurde im vergangenen Herbst in Sirnach TG ein asiatischer Citrusbockkäfer (CLB) gefunden - ein naher Verwandter des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB). Die Thurgauer Zeitung hat über diesen Fund berichtet.

Der gefährliche CLB befällt - ähnlich wie der ALB - über hundert Laubbaumarten, darunter Ahorne, Platanen, Birken, aber auch Bonsaipflanzen und verschiedene Obstbäume. Nach einem Befall stirbt der Baum innert weniger Jahre ab. Im Gegensatz zum ALB, wird der CLB mit Pflanzengut, z.B. mit Bonsaibäumen aus Asien, eingeschleppt.

Da es sich beim CLB um einen meldepflichtigen Quarantäneschädling handelt, müssen verdächtige Larven und Käfer umgehend dem Eidg. Pflanzenschutzdienst gemeldet werden.

Meldepflichtige Quarantänekrankheiten

In letzter Zeit wurden in unserer Region vermehrt meldepflichtige Föhrenkrankheiten festgestellt. Es handelt sich dabei um die Braunfleckenkrankheit (Lecanosticta acicola) und die Rotbandkrankheit (Dothistroma septosporum). Diese gefährlichen Pilzkrankheiten verursachen an den Föhren starke Schäden und unterliegen der Melde- und Rodungspflicht. Fast alle in der Schweiz vorkommenden Föhrenarten können befallen werden. Ein Befall ist nur im Labor definitiv nachweisbar.

Die eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat in den Factsheets Bilder und die wichtigsten Details zusammengefasst (s. Verlinkungen in diesem Text). Im Verdachtsfall unterstützen wir Sie gerne beim weiteren Vorgehen - kontaktieren Sie uns.